Verletzlichkeit

Verletzlichkeit bezeichnet den Zustand einer Person, deren Aktualisierung einer oder mehrerer Dimensionen des Personseins auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Sie betrifft insbesondere Embryonen, Kinder, Kranke, Alte und Behinderte — Personen also, die in besonderer Weise der Fürsorge bedürfen.

Verletzlichkeit mindert das Personsein in keiner Weise: Die Würde der verletzlichen Person ist dieselbe wie die jeder anderen Person, denn sie gründet nicht in der Aktualisierung der Dimensionen, sondern im Personsein selbst. Gerade die Verletzlichkeit offenbart die Tiefe der Interpersonalität: Sie ruft den anderen Jemand in die Verantwortung und macht die Personalistische Norm besonders dringlich. Wo die Verletzlichkeit einer Person ignoriert oder ausgenutzt wird, liegt eine besonders schwere Form der praktischen Personvergessenheit vor.

Ontologische Einordnung

Oberbegriff: Seiendes

Ontologische Beziehungen:

Siehe auch