Tierische Substanz
Belebte Substanz mit sensitivem Lebensprinzip (Empfindung, Bewegung), aber ohne geistiges Sein. Die Tierische Substanz steht in der Stufenordnung des Seienden über der Pflanzlichen Substanz (die nur vegetatives Leben hat) und unter der Geistigen Substanz (die rationales Leben besitzt).
Die Tierische Substanz ist disjunkt mit der Geistigen Substanz: Der Unterschied zwischen Tier und Person ist kein gradueller, sondern ein wesenhafter. Das Tier empfindet, aber erkennt nicht im eigentlichen Sinne; es reagiert, aber handelt nicht frei; es hat Triebe, aber keine Liebe. Die Grundwirklichkeitsform der menschlichen Person ist nicht reduzierbar auf tierische Substanz. Die Person übertrifft die Tierische Substanz an Dignität (vgl. Bexten 2017, S. 132–140).
Ontologische Einordnung:
- Oberbegriff: Belebte Substanz
Ontologische Beziehungen:
- disjunkt mit: Geistige Substanz
- übertrifft an Dignität: Pflanzliche Substanz
- wird an Dignität übertroffen von: Person
- Grundwirklichkeitsform ist nicht reduzierbar auf: Tierische Substanz
Kapitelzuordnung: Kapitel 4: Personsein
Siehe auch: Belebte Substanz, Pflanzliche Substanz, Geistige Substanz, Rein Stoffliche Substanz, Substanz, Grundwirklichkeitsform, Person