Was den Menschen zum Menschen macht
von Raphael E. Bexten
Was macht den Menschen zum Menschen? Ist er nur dann eine Person, wenn er denkt, fühlt und handelt — oder ist er es von Anfang an? Dieses Buch geht einer der grundlegendsten Fragen der Philosophie nach: Was bedeutet es, Personsein zu haben, und warum kommt jedem Menschen eine unverlierbare Würde zu?
Ausgehend von der philosophischen Tradition des Thomas von Aquin, der realistischen Phänomenologie Husserls und der personalistischen Philosophie Karol Wojtyłas und Robert Spaemanns wird gezeigt, dass der Mensch nicht erst durch bestimmtes Personverhalten zur Person wird — sondern es ist, von Anfang an.
Zum Buch
Dieses Buch richtet sich an alle, die philosophisch denken wollen, ohne dabei den Menschen aus den Augen zu verlieren. Es verbindet klassische Metaphysik mit zeitgenössischer Personphilosophie und fragt, was sich verändert, wenn wir vergessen, wer der Mensch ist.
Jeder Mensch ist Jemand — nicht bloß etwas.
Inhaltsübersicht
Die Kapitel
- Einleitung — Worum es in diesem Buch geht
- Wie denkt man über solche Fragen nach?
- Was ist eine Person?
- Was ist menschliches Personsein?
- Was passiert, wenn wir vergessen, wer der Mensch ist?
- Zusammenfassung und Ausblick
Zentrale Konzepte
Das Buch entfaltet eine Reihe miteinander verbundener philosophischer Begriffe:
Person und Personsein
- Person — Was eine Person überhaupt ist
- Personsein — Das Sein der Person
- Die menschliche Person als leib-seelische Einheit
- Personverhalten — Wie sich Personsein zeigt
- Die personalistische Norm
- Personbegriff und seine verschiedenen Ausprägungen
Dimensionen des Personseins
- Erste Dimension — Die Grundlage
- Zweite Dimension — Entfaltung
- Dritte Dimension — Vollendung
Philosophische Grundlagen
- Substanz — Was etwas in sich selbst ist
- Seele und Leib
- Leib-Seele-Einheit
- Form und Stoff
- Akt und Potenz
- Natur — Das Wesen eines Seienden
- Agere sequitur esse — Das Handeln folgt dem Sein
Erkenntnis und Freiheit
- Erkenntnis und Einsicht
- Wahrheit und Vernunft
- Freiheit und Selbstbewusstsein
- Intentionalität — Gerichtetsein auf etwas
Liebe und Beziehung
- Liebe und Bejahung
- Selbsttranszendenz — Über sich hinausgehen
- Verzeihen
- Basale Relationen
Grenzfälle und Herausforderungen
- Der Embryo — Person von der Befruchtung an?
- Demenz — Verliert der Mensch sein Personsein?
- Personvergessenheit — Was geschieht, wenn wir das Personsein vergessen?
- Der empirisch-funktionalistische Personbegriff und seine Grenzen
Philosophen im Gespräch
Dieses Buch steht im Dialog mit der philosophischen Tradition:
- Aristoteles und Thomas von Aquin
- Boëthius und Alexander von Hales
- Robert Spaemann und Karol Wojtyła
- Josef Seifert und Max Scheler
- Edith Stein und Hedwig Conrad-Martius
- Kritisch: Peter Singer, Derek Parfit, John Locke
Dieses Buch basiert auf der Dissertation „Was ist menschliches Personsein? Der Mensch im Spannungsfeld von Personvergessenheit und unverlierbarer ontologischer Würde” (Bexten 2017).