Ein Wort zum Schluss
Die hier genannten Bücher sind keine leichte Kost. Manches davon verlangt Geduld und die Bereitschaft, einen Gedanken nicht beim ersten Anlauf zu verstehen. Aber das ist in der Philosophie nicht anders als in der Musik: Was beim ersten Hören schwierig klingt, kann sich beim zweiten und dritten Mal als das Reichste und Schönste herausstellen.
Philosophie lebt nicht davon, dass man über sie liest, sondern davon, dass man sie tut — dass man selbst nachdenkt, selbst fragt, selbst urteilt. Die genannten Bücher sind Hilfsmittel dafür, nicht Ersatz. Am Ende kommt es darauf an, dass Sie selbst die Wirklichkeit in den Blick nehmen: den Menschen, der Ihnen gegenübersteht, das Kind, das geboren wird, den Kranken, der leidet, den Sterbenden, der geht.
Und vielleicht sich selbst.
Denn die Frage „Was ist der Mensch?“ ist nicht nur eine Frage über andere. Sie ist eine Frage über Sie. Und wenn die Antwort stimmt, die dieses Buch zu geben versucht hat — wenn jeder Mensch von Anfang an Person ist mit unverlierbarer Würde —, dann gilt das auch für Sie. Nicht weil Sie es verdient hätten. Nicht weil Sie es sich erarbeitet hätten. Sondern weil Sie sind, was Sie sind.
Eine Person.