Sinnvolle Soseinseinheit
Gründet in der Natur des Seienden; trifft in den meisten Fällen zu, erlaubt aber Ausnahmen. Die Sinnvolle Soseinseinheit nimmt eine Mittelstellung zwischen der Notwendigen Soseinseinheit (keine Ausnahmen möglich) und der Zufälligen Soseinseinheit (keine Ursache im Wesen) ein.
Ein Beispiel für eine sinnvolle Soseinseinheit: Dass der Mensch zwei Hände hat, gründet in seiner Natur — es ist kein Zufall, sondern ergibt sich aus dem Bauplan des menschlichen Leibes. Dennoch kann ein Mensch ohne eine Hand geboren werden, ohne aufzuhören, Mensch zu sein. Für die Personalontologie ist die Unterscheidung wichtig, weil sie zeigt: Nicht alles, was zur Natur gehört, gehört zum Wesen im strengen Sinne (vgl. Bexten 2017, S. 42–50).
Ontologische Einordnung:
- Oberbegriff: Soseinseinheit
Ontologische Beziehungen:
- disjunkt mit: Notwendige Soseinseinheit, Zufällige Soseinseinheit
Kapitelzuordnung: Kapitel 2: Methode
Siehe auch: Soseinseinheit, Notwendige Soseinseinheit, Zufällige Soseinseinheit, Natur, Wesensgesetz, Seiendes