Die Urerfahrung des Menschen, sich als ontologisch irreduzibel auf alle anderen Lebewesen zu erkennen. Der Mensch entdeckt, dass kein anderes Lebewesen ein adäquates Du für ihn sein kann — nur eine andere Person. Aus dieser Ureinsamkeit entspringt die Sehnsucht nach personaler Gemeinschaft und Selbsttranszendenz.

Ureinsamkeit und Kunst

Die Kunst als Mitteilung entspringt wesentlich der Ureinsamkeit: Aus der Erfahrung, ontologisch einzigartig und irreduzibel zu sein, entsteht das Bedürfnis, sich mitzuteilen — dem Anderen etwas von der eigenen Wertantwort zugänglich zu machen. KI hat keine Ureinsamkeit und daher auch kein Bedürfnis nach Mitteilung — sie hat kein Selbst, das transzendiert werden könnte.

Ontologische Einordnung:

Kapitelzuordnung: Kapitel 4: Was ist menschliches Personsein?

Quellenangaben: Bexten 2017, S. 252, 259 (Wojtyła: Ureinsamkeit).

Weitere Quellen:

  • Wojtyła, Karol (1969): Osoba i czyn. Kraków (dt.: Person und Tat, Freiburg: Herder, 1981) (Ureinsamkeit als personale Grunderfahrung).

Siehe auch