Menschliche Natur

Die menschliche Natur ist die rationale Natur in leiblicher Verwirklichung (vgl. Bexten 2017, Kap. 4.6.6). Sie ist immer als männlich oder weiblich bestimmt — als Mann oder Frau — und schließt die Hinordnung auf die Person des anderen Geschlechts ein. Als Unterklasse der rationalen Natur ist sie das innere Prinzip, das den Menschen zu dem macht, was er wesenhaft ist. Spaemann formuliert im Rückgriff auf Boëthius: “Das Sein von Personen ist das Haben einer Natur.” Die menschliche Natur konstituiert die menschliche Person als Person — sie ist nicht etwas, das die Person hat, sondern das, wodurch die Person als diese bestimmte Person existiert. Jede menschliche Person besitzt genau eine menschliche Natur.

Ontologische Einordnung: Oberbegriff: Rationale Natur, Natur, Form; Kapitelreferenz: Kap. 4.6.6

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