Menschliche Person

Die menschliche Person ist ein geistiges, eigenständiges Wesen im Leib, das wesentlich in Beziehung steht. Diese Bestimmung fasst die zentrale These der Dissertation zusammen: Menschliches Personsein ist “geistige Substanz im Leib in Relation” (Bexten 2017, S. 153 ff.).

Geistige Substanz

Die menschliche Person ist kein bloßes Bündel von Eigenschaften, sondern eine Substanz — ein ens per se, ein in sich selbst stehendes Seiendes. Thomas von Aquin nennt die Person “das Vollkommenste in der ganzen Natur”. Josef Seifert betont die Geistigkeit: Die Person ist nicht auf das Materielle reduzierbar.

Im Leib

Anders als rein geistige Wesen (Engel) ist die menschliche Person wesentlich leiblich. Die Leib-Seele-Einheit ist keine zufällige Verbindung, sondern gehört zum Wesen des Menschen. Form und Stoff bilden eine Einheit: Die Seele als geistige Form durchformt den Leib.

In Beziehung

Die menschliche Person steht wesentlich in Beziehung zu anderen Personen. Der relationale Personbegriff erfasst diese Dimension, muss aber durch den substanzontologischen Personbegriff ergänzt werden: Die Person hat Beziehungen, weil sie zunächst ist. Die basalen Relationen (bR1-bR5) klären das Verhältnis von Mensch und Person.

Drei Dimensionen

Die menschliche Person entfaltet sich in drei Dimensionen:

  1. Erste Dimension: Das grundlegende Personsein — vor allem Bewusstsein
  2. Zweite Dimension: PersonverhaltenVernunft, Freiheit, actus humanus
  3. Dritte Dimension: Selbsttranszendenz, Liebe, Bejahung

Würde

Jede menschliche Person hat unverlierbare Würde, die in ihrem Sein gründet, nicht in ihren Fähigkeiten. Dies gilt vom Embryo bis zum Menschen mit Demenz. Robert Spaemann: “Es gibt keine potentiellen Personen.”

Ontologische Einordnung: Oberbegriff: Person; Unterbegriff: Gegenwärtige Person

Ontologische Beziehungen:

Siehe auch