Existenzform

Die Frage nach den Existenzformen ist die Frage, auf welche verschiedenen Weisen Seiendes ist. In der thomistisch-personalistischen Ontologie wird zwischen dem Sein der unbelebten Natur, dem biologischen Leben und dem geistigen Personsein unterschieden; diese Existenzformen bilden keine bloße Stufenleiter, sondern unterscheiden sich wesentlich im Seinsmodus. Das Personsein stellt die höchste Existenzform dar, weil es geistiges Substanzsein im Leib ist — ein Sein, das sich selbst gegeben ist und sich in Erkenntnis, Freiheit und Liebe zu entfalten vermag. Die Existenzform des Personseins ist nicht aus niederen Seinsweisen ableitbar, sondern ein Urphänomen eigener Art (vgl. Bexten 2017, S. 137 ff.).

Ontologische Einordnung: Oberbegriff: Sein; Unterbegriffe: Seinsabgeleitetheit, Seinsabhängigkeit, Seinsautonomie, Seinsheteronomie, Seinsselbständigkeit, Seinsunabhängigkeit, Seinsunselbständigkeit, Seinsurspruenglichkeit

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