Bioethik

Bioethik bezeichnet die ethische Reflexion auf den Umgang mit menschlichem Leben, insbesondere an dessen Anfang und Ende. Sie ist kein abstraktes Fachgebiet, sondern der Ort, an dem sich zeigt, ob eine Gesellschaft die Würde der Person tatsächlich achtet oder nur behauptet. Die Fragen der Bioethik — von Abtreibung über Leihmutterschaft bis zur Euthanasie — sind letztlich Fragen nach dem Personsein: Wem kommt es zu, und was folgt daraus?

Aus personalontologischer Sicht kann die Bioethik nicht rein utilitaristisch oder konsequentialistisch betrieben werden. Wenn die Person ein Jemand ist und kein Etwas, dann verbietet die Personalistische Norm, sie jemals bloß als Mittel zu gebrauchen. Der Embryo ist von der Befruchtung an Person — nicht weil er bestimmte Fähigkeiten zeigt, sondern weil er ein substanzielles Ganzes mit einer menschlichen Natur ist. Die Bioethik wird so zum Prüfstein dafür, ob der Personbegriff einer Gesellschaft das Personsein an Bedingungen knüpft oder es als unbedingt anerkennt.

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