Interpersonale Relation
Das relationale Sein der Person, das zusammen mit dem geistigen Substanzsein gleich ursprünglich ist. “Personen gibt es nur im Plural” (Spaemann, 1998, S. 87, 248). Die Interpersonale Relation ist kein nachträglicher Zusatz zum substantiellen Sein der Person, sondern gehört gleich ursprünglich zu ihrem Wesen.
Die Interpersonale Relation ist ontologisch ein Akzidenz — aber ein Akzidenz besonderer Art: Es gehört notwendig zum Wesen der Person, relational zu sein, auch wenn die einzelne Relation akzidentell ist. Die Person ist ihrem Wesen nach auf ein Du hin geöffnet. Die verschiedenen Formen interpersonaler Relationen — Personale Liebe, Freundschaft, Ehe, Elternschaft, Verantwortung, Communio Personarum — sind Konkretisierungen dieses Grundbezugs (vgl. Bexten 2017, S. 193–210).
Ontologische Einordnung:
- Oberbegriff: Akzidenz
- Unterbegriffe: Interpersonalität, Personale Liebe, Communio Personarum, Freundschaft, Ehe, Elternschaft, Verantwortung, Selbsttranszendenz, Verzeihen, Fürsorge, Solidarität
Ontologische Beziehungen:
- ist gleich ursprünglich mit: Geistiges Sein
Kapitelzuordnung: Kapitel 4: Personsein
Siehe auch: Interpersonalität, Geistiges Sein, Communio Personarum, Personale Liebe, Person, Substanz, Akzidenz, Liebesvermögen, Selbsttranszendenz, Robert Spaemann