Interpersonalität
Interpersonalität bezeichnet die wesenhafte Bezogenheit der Person auf andere Personen. Die menschliche Person ist nicht als isolierte Monade zu verstehen, sondern als ein Wesen, das kraft seiner geistigen Natur auf Selbsttranszendenz hin angelegt ist: Sie kann aus sich herausgehen, den anderen als Person erkennen und sich ihm in Liebe zuwenden. Diese Fähigkeit zur Selbsttranszendenz setzt die Substanzialität der Person gerade voraus — nur wer bei sich selbst ist, kann sich wahrhaft einem anderen schenken. Die Interpersonalität entfaltet sich besonders in der dritten Dimension des Personseins, wo die Person in der liebenden Hinwendung zum Du ihre höchste Verwirklichung erfährt (vgl. Bexten 2017, S. 185—200).
Ontologische Einordnung: Oberbegriff: Interpersonale Relation
Ontologische Beziehungen:
- wird vorausgesetzt von: Communio Personarum
- ist gleichursprünglich mit: Geistiges Sein (Interpersonale Relation)
Siehe auch:
- Selbsttranszendenz
- Liebe
- Bejahung
- Verzeihen
- Person
- Personsein
- Menschliche Person
- Dritte Dimension
- Zweite Dimension
- Erste Dimension
- Substanz
- Jemand
- Würde
- Personalistische Norm
- Freiheit
- Vernunft
- Innerlichkeit
- Intentionalität
- Personverhalten
- Actus humanus
- Tugend
- Verantwortung
- Agere sequitur esse
- Urphänomen
- Basale Relationen
- Karol Wojtyła
- Max Scheler
- Hans Eduard Hengstenberg
- Robert Spaemann
- Kapitel 4: Personsein