Ding

Ein Ding — im philosophischen Sinne ein Etwas — ist das ontologische Gegenstück zum Jemand. Während die Person sich selbst besitzt, über sich verfügt und nie restlos von außen bestimmt werden kann, ist das Ding wesentlich verfügbar. Es hat keinen inneren Selbststand, keine Innerlichkeit, keine Freiheit. Es kann benutzt, verbraucht und ersetzt werden, ohne dass ihm Unrecht geschähe.

Die Unterscheidung zwischen Person und Ding ist eine der fundamentalsten Unterscheidungen der Philosophie überhaupt. Robert Spaemann hat sie als den Unterschied zwischen Jemand und Etwas formuliert. Thomas von Aquin sprach von der Person als dem Vollkommensten in der gesamten Natur — sie ist nie bloßes Ding. Die Personalistische Norm verbietet es, einen Jemand wie ein Ding zu behandeln, ihn zu instrumentalisieren oder auf seine Nützlichkeit zu reduzieren. Wo dies dennoch geschieht — in der Personvergessenheit —, wird die Würde der Person missachtet, auch wenn sie nicht zerstört werden kann.

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