Werte

Werte (Werte und Unwerte) bezeichnen in der personalistischen Ontologie die qualitativen Bestimmungen, die das Personsein in seiner Entfaltung annehmen kann. Die Person ist nicht nur Trägerin von Werten, sondern selbst der höchste endliche Wert — ihre Würde ist kein Wert unter anderen, sondern der Grund, auf dem alle sittlichen Werte aufruhen. In der dritten Dimension des Personseins verwirklicht die Person Tugenden als dauerhafte Werthaltungen und kann sich so der ihr eigenen Vollkommenheit annähern; ebenso kann sie durch Laster Unwerte verwirklichen und hinter dem zurückbleiben, was sie in Wahrheit ist. Der ontologische Wert der Person als Person bleibt dabei stets erhalten — er ist unverlierbar und von den verwirklichten oder verfehlten sittlichen Werten zu unterscheiden (vgl. Bexten 2017, S. 185—200).

Ontologische Einordnung: Oberbegriff: Urphänomen; Unterbegriffe: Gemeinwohl, Heiligkeit, Intrinsischer Wert, Moralische Relevanz, Schönheit, Sinn, Tierwohl, Wahrheit

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